Wir gewinnen nur gemeinsam

Keine Kurzarbeit bei der stjg und anderen Trägern im Sozial- und Erziehungsdienst!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir als ver.di-Betriebsgruppe der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH nehmen die aktuellen Belange unserer KollegInnen und ihrer Familien sehr ernst.
Seit der Schließung bzw. Teilschließung von Einrichtungen gibt es eine hohe Intransparenz seitens der stjg. Was wir nicht mitbekommen, sind Diskussionen und Konflikte, die im Hintergrund zwischen der Geschäftsstelle und dem Betriebsrat laufen.

Wer denkt, dass Diskussionen zur Kurzarbeit im sozialen Bereich ausfallen, der täuscht sich. Über die Gehälter von Beschäftigten wird gesprochen, als seien dies nur Zahlen auf einem Papier. Dass es hier um existentielle Lebensgrundlagen geht, bleibt außer Betracht. Auch in der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH wird versucht, eine Regelung zum Kurzarbeitergeld ab dem 03. Mai durchzusetzen, falls die Einrichtungen weiter geschlossen bleiben müssen. Dies, obwohl die Finanzierung der gGmbH gesichert ist.

Daher melden wir uns nun zu Wort, denn was bedeutet Kurzarbeit für uns?

Die gegenwärtige Situation erzeugt bei uns, den Beschäftigten, große Unsicherheiten und Ängste. Wir werden im sozialen Sektor ohnehin schon geringfügig entlohnt und haben dabei wenig Möglichkeiten für Ersparnisse. Obwohl die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH ein 100%iges Unternehmen der Stadt Stuttgart ist und diese nach dem Rekordhaushalten 2018/2019 weder die Zuschüsse noch Fördermittel gekürzt hat, versucht die Geschäftsführung aktuell ein Krisenmanagement auf dem Rücken der Beschäftigten durchzusetzen. So forderte sie ohne finanzielle Not die Zustimmung des Betriebsrats zu einer Regelung zum Kurzarbeitergeld ohne einen Cent garantierte Aufstockung. Eine solche Regelung hätte katastrophale Auswirkungen auf die Beschäftigten, die zu einem Großteil in Teilzeit angestellt sind. Mit 60% bis 67% von einem Teilzeitgehalt lebt in Stuttgart niemand. Ein Großteil der Kolleginnen und Kollegen müssten Hartz IV beantragen, um über die Runden zu kommen.

Die Entwicklungen der Corona-Krise haben am Tarifvertrag 16. April zur dieses Regelung Jahres der zuKurzarbeit einem neuen im ? öffentlichen Dienst (TV CIVID) geführt. In diesem muss der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld auf 90 und 95% aufstocken. Der Sozial- und Erziehungsdienst wurde aus dem Regelwerk zurecht ausgenommen.

Die stjg und somit unsere Arbeitsverträge sind an die Regelungen des TvöD angelehnt und werden entsprechend eingehalten. In der Corona-Krise scheint dies außer Kraft gesetzt zu sein!

WIR SAGEN HIER GANZ KLAR – SO NICHT! NICHT MIT UNS!

Wir fordern Transparenz über die Finanzierungseckdaten in 2020. Wir fordern kein Abwälzen der Personalkosten eines städtischen Unternehmens aus dem Sozial- und Erziehungsdienst auf Hartz IV. Wir fordern soziale Verantwortung nicht nur für Kinder und Jugendliche der städtischen Jugendhaus gGmbH, sondern auch für deren Beschäftigte!

Schon lange warten wir darauf, dass die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber beitritt. Wir wollen gleiches Tarifrecht für Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst bei der Stadt Stuttgart – unabhängig von der betrieblichen Rechtsform. Keine Tarifflucht unter städtischem Dach!

Was können wir tun?

Als ver.di-Betriebsgruppe der stjg warten wir nicht auf die abschließenden Entscheidungen des Arbeitgebers, sondern werden selbst aktiv. Die drohende Kurzarbeit oder weitere Maßnahmen betreffen uns alle. Deshalb sind wir ALLE angehalten, nun endlich für unsere Interessen einzustehen. Die einfachste und effizienteste Möglichkeit dies zu tun, ist Mitglied bei ver.di zu werden und sich zeitnah in unserer Betriebsgruppe zu organisieren. Somit erschweren wir es dem Arbeitgeber, GEGEN unsere Interessen zu handeln und setzen uns GEMEINSAM gegen ihn zur Wehr!


Werdet Mitglied bei ver.di und aktiv in der Betriebsgruppe, denn:
Wir gewinnen nur Gemeinsam!!

  • Die Krise darf nicht mit unserem Lohn bezahlt werden!

  • Keine Kurzarbeit bei der stjg und anderen Trägern im Sozial- und Erziehungsdienst!

  • Beitritt der Stjg in die Vereinigung des kommunalen Arbeitgeberverbandes!

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(C) 2015 ver.di Bezirk Stuttgartzuletzt aktualisiert: 11.06.2020