Jetzt wird gestreikt!

Informationen zum Warnstreik am 20.04.

Die Arbeitgeber haben in den Tarifverhandlungen nach wie vor keine Bereitschaft erkennen lassen, die gute Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst aufwerten zu wollen. Wieder kein Angebot, obwohl uns während der bisherigen Streiks und in der Öffentlichkeit regelmäßig bestätigt wird, dass jetzt eine Aufwertung kommen muss, die den Anforderungen unserer Arbeit entspricht. Viele Menschen unterstützen unsere Forderung.

Blockade aufbrechen – gegen die sture Haltung der Arbeitgeber gibt es nur eine Antwort – und die heißt – Warnstreik mit sehr großer Beteiligung. Alle müssen mitmachen! Jetzt zusammenstehen, damit das Berufsfeld endlich aufgewertet wird.

Eine lange und harte Tarifauseinandersetzung darf nicht am Geld scheitern. Mitglied werden und Streikgeld sichern, damit wir alle gemeinsam einen langen Streik durchstehen können und niemand zurückbleiben muss. Wer noch am Streiktag ver.di Mitglied wird, erhält Streikgeld entsprechend der Richtlinien.

Niemand kann zu Notdiensten verpflichtet werden. Notdienstvereinbarungen sind nur wirksam wenn sie mit der Gewerkschaft ver.di abgeschlossen werden. Für eintägige Warnstreiks werden von ver.di keine Notdienste vereinbart.

Niemand muss sich zum Streik abmelden oder gar im Vorfeld seine Streikbereitschaft gegenüber dem Arbeitgeber erklären. Streiken – ganz einfach, am Streiktag statt zur Arbeit mit den Kolleginnen/Kollegen ins Streiklokal gehen. Wir empfehlen auf Grund der Örtlichkeit die Benutzung Öffentlicher Verkehrsmittel, da die Parksituation um das Streiklokal angespannt und teuer ist. Das Streiklokal ist sehr gut mit der U 12 zu erreichen.

Bitte beachten, zum Streik nicht aufgerufen sind Praktikantinnen und Praktikanten im Sinne des TVPöD sowie hauswirtschaftliches Personal und PiAs. Für den Fall, dass es Unklarheiten geben sollte, bitte einfach im ver.di Bezirk Stuttgart anrufen (0711 – 1664 000 oder 050, 070,071).

Informationen zum Ablauf:

  • Das Streiklokal ist der ufa Palast, Rosensteinstr. 20, 70191 Stuttgart (!)

  • Erreichbar mit der S Bahn bis Hauptbahnhof, dann umsteigen in U 12, Haltestelle Milchhof aussteigen (3. Haltestelle nach dem HBF), ufa-Palast schon sichtbar, wenige Meter entfernt

  • 7:00 Uhr Öffnung des Streiklokals

  • Im Streiklokal findet die Streikgelderfassung statt.

  • Im Streiklokal kann man noch Gewerkschaftsmitglied werden.

  • Im Streiklokal gibt es Getränke und einen Imbiss

  • 9:15 Uhr Streikversammlung mit aktuellen Informationen im Kino (Hinweise auf die Säle beachten)

  • 10:45 Uhr Start der Demonstration ab ufa-Palast

  • 12:30 Uhr Kundgebung mit Abschlusskundgebung am Schlossplatz gemeinsam mit KollegInnen aus ganz Baden-Württemberg und Bayern. Frank Bsirske spricht!

Für einen kämpferischen und phantasievollen, lautstarken zweiten Streiktag, - damit klar wird:

Aufwerten jetzt!


Weitere Informationen für die verschiedenen Ämter und Landkreise finden sich in den jeweiligen Streikaufrufen rechts in der Seitenspalte.


Rechtliches:

Warnstreiks sind zulässig!

„Gewerkschaftliche Warnstreiks sind nach Ablauf der Friedenspflicht auch während laufender Tarifverhandlungen zulässig“


(BAG v. 12.09.1984).

  • Der Streik ist ein Grundrecht zur Durchsetzung unserer Forderungen! (Art. 9 Abs. 3 des Grundgesetzes)

  • Die Teilnahme an einem rechtmäßigen Streik stellt keine Verletzung des Arbeitsvertrags dar.

  • Der bestreikte Arbeitgeber darf streikende Arbeitnehmer/innen nicht abmahnen oder sogar kündigen!

  • Während des Streiks ruht das Arbeitsverhältnis. Arbeitnehmer/innen brauchen in dieser Zeit keine Arbeitsleistung erbringen und unterliegen nicht dem Weisungsrecht des Arbeitgebers. Ein Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht für die Dauer des Streiks nicht. Gewerkschaftsmitglieder erhalten Streikunterstützung!

  • Die Anordnung von Überstunden aus Anlass der Teilnahme am Streik ist rechtswidrig und unwirksam.

  • Eine Verpflichtung zur Nacharbeit der durch den Streik ausgefallenen Arbeitsstunden besteht nicht.

  • In Arbeitskämpfen darf der Arbeitgeber „Notdienstarbeiten“ nicht einseitig organisieren und einzelne Arbeitnehmer/innen hierauf verpflichten! Notdienstvereinbarungen werden ausschließlich mit Zustimmung der Streikleitung vereinbart!

  • Um einen reibungslosen, ordnungsgemäßen und erfolgreichen Streik zu gewährleisten, haben sich alle Kolleginnen und Kollegen an die Anweisungen der Streikleitung zu halten.

  • Über das Ende bzw. die Unterbrechung des Streiks entscheidet allein die Streikleitung!

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(C) 2015 ver.di Bezirk Stuttgartzuletzt aktualisiert: 11.06.2020