Tarifauseinandersetzung bei den Erzieher- und Sozialberufen

Offener Brief des Personalrats des Karlsruher Instituts für Technologie an OB der Stadt Karlsruhe

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup,

als Personalrat des KIT unterstützen wir die Erzieher/innen und Sozialarbeiter/innen bei ihren Forderungen nach besserer Bezahlung und zeitgemäßen Eingruppierungsregeln. Deshalb wenden wir uns an Sie.

Für viele KIT-Beschäftigte, deren Kinder nicht in den KIT-Kitas untergebracht sind, ist die Betreuung ihrer Kinder wegen der Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst nicht immer oder nur eingeschränkt möglich. Die Anforderungen an frühkindliche Bildung sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dafür braucht es gut ausgebildete Fachkräfte, die den besonderen Anforderungen gerecht werden können. Deren Tätigkeitsbewertung ist allerdings fast 25 Jahre alt und hat seit 1991 keine nennenswerten Veränderungen erlebt. Das System ist veraltet und den Erzieherinnen gegenüber unsozial. Die pädagogischen Fachkräfte streiken für ihre Rechte, und wie immer sind Eltern und Kinder die Leidtragenden. Die Arbeitgeberverbände sitzen das Ganze aus, während die Familien gezwungen sind, den Alltag umzuorganisieren und Urlaub zu opfern und dabei auf eine schnelle Einigung hoffen.

Der Personalrat stellt sich diesem Schreiben hinter die Forderungen der Gewerkschaften und dieser gut ausgebildeten Fachkräfte. Wir wollen in den Kitas gut ausgebildetes und qualifiziertes Personal, das neben der Wertschätzung der Eltern und Kinder eine gesellschaftliche Anerkennung erfährt, die auch in der angemessenen Einstufung des Berufs zum Ausdruck kommt.

Bitte setzen Sie sich in Ihrer Funktion beim Kommunalen Arbeitgeberverband dafür ein, dass die pädagogischen Fachkräfte die geforderte Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit erhalten und es schnell zu einem Tarifergebnis kommt – die Beschäftigten haben es verdient!

Mit freundlichen Grüßen

W. Eppter
Personalrat des Instituts für Technologie Karlsruhe

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