Unterstützung der Aufwertung der pädagogischen Fachkräfte

Offener Brief des BR des Behindertenheim Markgröningen an Bürgermeister Kürner

17.6.2015

Sehr geehrter Herr Kürner,

Wir, der Betriebsrat der LWV.Eingliederungshilfe GmbH Behindertenheim Markgröningen wenden sich an Sie. Unsere Kolleginnen und Kollegen, von denen viele Markgröninger Bürger sind, viele zu betreuenden Menschen mit Beeinträchtigung und dessen Angehörigen wissen um die qualitativ hochwertige Arbeit, die im Behindertenheim Markgröningen geleistet wird und erwarten, dass die pädagogischen Fachkräfte entsprechend ihrer wertvollen Tätigkeit bezahlt werden.

Der Betriebsrat unterstützt die pädagogischen Fachkräfte mit ihrer Forderung, ihre Tätigkeit aufzuwerten. Wir wissen, dass pädagogische Fachkräfte den Grundstein für eine erfolgreiche Teilhabe und Assistenz von Menschen mit Beeinträchtigungen legen. Heilerziehungspfleger/innen, Arbeitserzieher/innen, Sozialarbeiter/innen und Erzieher/innen arbeiten sozialraumorientiert und ermöglichen Inklusion. Sie führen regelmäßig individuelle Teilhabeplangespräche, erstellen individuelle Bildungspläne und dokumentieren Fortschritte – kurz: pädagogische Fachkräfte sind Expertinnen und Experten für berufliche Bildung, Teilhabe, Lebensplanung und Inklusion. Die Eingruppierungsregeln sind mittlerweile 25 Jahre alt und berücksichtigen nicht den Wandel in der Eingliederungshilfe von einer Betreuungseinrichtung zu einer Bildungsstätte. Eine Aufwertung dieses Berufsfeldes ist mehr als überfällig. Es ist nicht hinnehmbar, dass die kommunalen Arbeitgeber keine Handlungsnotwendigkeit sehen, alle pädagogischen Fachkräfte besser einzugruppieren, sondern nur einige wenige besser stellen wollen.

Wir, die Vertretung der Beschäftigten im Behindertenheim Markgröningen erwarten, dass Sie sich in Ihrer Funktion als Bürgermeister und Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband für ein kompromissfähiges Angebot einsetzen. Das Angebot muss eine echte Aufwertung der (sozial-) pädagogischen Berufe beinhalten und der gestiegenen Bedeutung der Tätigkeit gerecht werden.

Deshalb möchten wir, dass Sie sich an den Kommunalen Arbeitgeberverband wenden, für eine deutliche Aufwertung der SUE-Berufe werben und sich für eine gute Einigung im Schlichtungsverfahren einsetzen.

Bitte teilen Sie uns Ihre Haltung diesbezüglich und Ihre Unterstützung unserer Anliegen mit.

Mit freundlichen Grüßen,
Marc Haiber
Betriebsratsvorsitzender

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