57,2 % für die Annahme des Verhandlungsergebnisses

in der Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst

Im Augenblick finden die Redaktionsverhandlungen statt. Zuvor hatten sich die betroffenen ver.di Mitglieder in einer Urabstimmung, mit 57,2 % der Stimmen, für die Annahme des Ergebnisses ausgesprochen.

Was haben wir erreicht?

Derzeit werden die Redaktionsverhandlungen zu dem Verhandlungergebnis im Sozial- und Erziehungsdienst geführt. Nach deren Abschluss werden wir den genauen Text veröffentlichen, Erläuterungen dazu herausgeben, Musteranträge erstellen und einen Tarifrechner zur Verfügung stellen.

In den Bezirken vor Ort wird es Informationsveranstaltungen und Hilfestellungen für Mitglieder, sowie Personal- und Betriebsräte geben.

Zunächst haben wir durch unsere entschlossene Tarifauseinandersetzung die Bedeutung der Tätigkeiten in der Sozialen Arbeit ins Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt und die Notwendigkeit grundlegender Neubewertungen dargelegt.

Für die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen, in der Kinder- und Jugendhilfe sowie
in der Behindertenhilfe heißt dies eine deutliche Aufwertung in der gesellschaftlichen
Wahrnehmung.

Die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe konnten wir in dem von uns geforderten materiellen Umfang nicht erzielen - aber es gibt erste Verbesserungen. Das erreichte Ergebnis muss nun in die Praxis gebracht und auch zum Standard bei allen anderen Trägern gemacht werden.

Mit dem Ende dieser Tarifrunde ist unsere Aufwertungskampagne nicht vorbei. Die Arbeits- und Rahmenbedingungen in allen Einrichtungen und Diensten werden wir jetzt wieder in den Mittelpunkt stellen. Damit Arbeit nicht krank macht, müssen wir bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Über die gesetzlichen Rahmenregelungen wie z.B. die Kita-Gesetze und den Gesundheitsschutz werden wir das anpacken.

Die Lohnrunde 2016 (TVöD Bund und Kommunen) befindet sich in Vorbereitung.

Dann geht es darum, dass unsere Entgeltentwicklung mit der Konjunkturentwicklung Schritt hält.

Die Tatsache, dass die Arbeitgeber dann Eingriffe in die Leistungen der tarifvertraglich geregelten betrieblichen Altersversorgung for dern, ist gerade in unseren Arbeitsbereichen, wo fast 2/3 der Beschäftigten in Teilzeit tätig sind, ein Skandal den wir mit entschlossener Gegenwehr beantworten müssen.

Wir haben es 2015 geschafft eine gesellschaftliche Bewegung zu werden, die breite Teile der Öffentlichkeit und der Politik erreicht hat. Viele KollegInnen sind aktiv geworden und viele haben sich uns angeschlossen und wir sind stärker geworden. Eine Kraft, die wir nun, für die kommenden Auseinandersetzungen um die Aufwertung unserer Tätigkeiten, weiter entwickeln.

Dazu bist Du herzlich eingeladen.

Nur gemeinsam können wir das schaffen, denn:

Tariffragen sind Machtfragen.

Auf die Durchsetzungskraft kommt es an.

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(C) 2015 ver.di Bezirk Stuttgartzuletzt aktualisiert: 07.03.2018